FotoTV Challenge 2014 – OnOne Fine Art

Die Aufgabe

Wir bekamen ungefähr zwei Wochen vor der Challenge eine Lizenz für die OnOne Perfect Suite und eine Woche vor Beginn ein Webinar zur Benutzung der Software. Ziel war es, mit Hilfe der Software ein Schwarz/Weiß Fine Art Bild zu erstellen. Dieses sollte auf dem Gelände, während der Challenge Tage aufgenommen werden und hatte „Metallische Flächen“ als Leitmotiv.

Ich hatte schon eine Location dafür im Kopf, die ich während der Dreharbeiten zur Kandidatenvorstellung gesehen habe. Das hat allerdings nicht so toll funktioniert, wie ich gehofft hatte. Also bin ich mit meinem ganzen Gepäck und Stativ weiter den Turm empor gestiegen und habe schließlich am höchsten Punkt, auf 80 Meter, mein Motiv gefunden. Der Aufstieg lohnt sich, es präsentiert sich ein großartiger Rundblick. Ich habe natürlich auch daran gedacht, Material für Panoramen mitzunehmen. Die bearbeite ich mal, wenn ich wegen der langen Winterabende Langeweile habe. <- Scherz!

 

Die Werkzeuge

Die OnOne Perfect Suite hat ganz sicher ihre guten Seiten, aber niemand von uns Kandidaten hat sie lieben gelernt. Man soll ja immer mit dem Positiven beginnen, also tue ich das auch hier.

Auf der positiven Seite muss bemerkt werden, dass die Software als Plug-In für Lightroom oder Photoshop sicher ihre Dienste tut. Ich war z.B. sehr von den Freistellungsmöglichkeiten überrascht, konnte diese Funktion aber natürlich nicht bis ins letzte testen. Für Bilder, die nur im Web veröffentlicht werden, ist die Genauigkeit auf jeden Fall ausreichend. Wer aber auf Präzision wert legt, wird sich diesen Schritt aber wahrscheinlich nicht aus der Hand nehmen lassen. Es kommt auf einen Versuch an.

Sehr nett sind auch die Presets für Schwarz/Weiß Filme, die realen Gegebenheiten nachempfunden sind. Wie in vergleichbarer Software üblich, kann auch hier ein Preset angewendet und dann weiter angepasst werden. Keine Überraschungen hier.

Ein erster Test zum Freistellen und der Schwarz / Weiß Umsetzung ist eigentlich ganz gut gelaufen:

20140531-_MG_9079-fb

 

Und nun zum Negativen:

  • Die Software ist unglaublich langsam. Müsste ich damit z.B. eine Hochzeit bearbeiten, würde sich die Auslieferungszeit sicher auf ein halbes Jahr verlängern.
  • Die Software produziert unglaublich große Dateien. Die Bilder werden im PSD Format gespeichert, was gut ist, um die einzelnen Ebenen und Bearbeitungsschritte zu erhalten. Allerdings habe ich mit einer Bearbeitungsebene, die eine simple Schwarz/Weiß Umwandlung enthält, eine 550MB Datei produziert. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
  • Die Software tut Dinge, die ich nicht will. Wird die OnOne Perfect Suite als alleinige Software genutzt, kommt man mit den Modulen „Perfect Browse“ und „Perfect Layers“ in Berührung. Habe ich nun mein Bild in „Perfect Browse“ gefunden und öffne es in „Perfect Layers“, findet eine automatische RAW Entwicklung statt, die alle Tonwerte schön auf Mittelwerte bügelt. Und das auch noch, ohne eine Nachfrage oder die Möglichkeit einzugreifen. Ich habe dieses Problem, als Frage formuliert, an Bob von OnOne gerichtet, der auch das Webinar gehalten hat. Leider habe ich keine Antwort erhalten.

Fazit: ganz Nett. Wer aber z.B. eine Kombination aus LightRoom und Gimp oder Photoshop nutzt, braucht diese Software nicht. Da ich aber nun die Lizenz habe, werde ich in Zukunft sicher noch einige Module als LightRoom Plugin ausprobieren. Vielleicht finde ich mich ja noch ein. Aber immer dran denken: Nicht über ein Netzwerk damit arbeiten, immer lokal. Sonst wird ein einfaches Speichern schon mal eine abendfüllende Veranstaltung.

Das Voting

Direktlink Abstimmung: https://de.surveymonkey.com/s/challenge-5

Direktlink Video: http://youtu.be/eRGgjvxFtKM

 

Die Mitstreiter

Martin Kaluza (Jury Favorit)

Martin_Kaluza_Fine_Art_Challenge_FotoTV_2014

 

Conny Müller

 

14069447 b PPS ModernStrait Logo

 

André Vollrath

 

SONY DSC

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.