Photowalk | Nachtrag

Das war er nun, mein erster organisierter Photowalk, der von den Teilnehmern mal eben zum Modelwalk umgebaut wurde. Und das kam so:

Eigentlich hatte ich einen „ganz normalen“ Photowalk organisieren wollen. Wir laufen einmal im Kreis, fotografieren den Rhein, die Kranhäuser und ein paar Möwen. Aber dann haben sich Modelle angemeldet, die fotografiert werden wollten. Das fanden Fotografen gut, die Modelle fotografieren wollten. So wuchsen die Zusagen innerhalb von wenigen Tagen auf 60 an und ich begann, mir Sorgen zu machen. Wohin mit den Leuten? Wettervorhersage schlecht, bewölkt und Schauer.

 

6189 by Daniel Bierstedt - Sandra Bönisch

 

Die Wettervorhersage war es dann auch, die dafür sorgte, dass die Beteiligungszahlen auf ein Level sanken, mit dem ich arbeiten konnte und mich auch wieder etwas besser fühlte. Schließlich hat man als Organisator doch schon eine gewisse Verantwortung und die Teilnehmer eine Erwartungshaltung. Glücklicherweise hat sich das Verhältnis Fotograf zu Modell ziemlich gut eingependelt, so dass ich ca. 5 Fotografen mit einem Modell losschicken konnte. Das ist meiner Meinung nach ein vertretbares Maß, aber auch die Obergrenze. Also rasch ein paar Laufkarten zusammengeklöppelt, und alles wird gut. Die Karten informieren über die Route, die Regeln und enthalten natürlich meine Kontaktdaten, falls man sich mal verliert.

 

Photowalk Vorbereitung

 

Aber wer bin ich denn, wenn ich von so einer Tour ohne Portraits nach Hause komme. Glücklicherweise hatten die tapferen Mädels ein paar Augenblicke für mich. Ganz ungewohnt rein mit natürlichem Licht (der Profi spricht hier von AL, also Available Light). Wobei ich hier gerne ganz wertungsfrei mein Idol Joe McNally zitieren will: „Sure I’m shooting AL – all my speedlights are available“. Damit will ich sagen: AL ist nett, aber mit speedlights bin ich Pipi Langstrumpf und mache mir die Welt wie sie mir gefällt.

 

6194 by Daniel Bierstedt - Jenny Keßel

 

Ich war ja, wie beim 3. Studioabend, wieder hautpsächlich mit filmen beschäftigt und habe mir dafür ein günstiges Schwebestativ (TARION® SF-06 60cm)  angeschafft. Ich muss sagen, dass sich diese Investition gelohnt hat. Es gibt immer noch grobe Schwankungen im Material, aber nicht mehr dieses kleine Zittern, das einem auf Dauer echt auf die Nerven geht. Auch hier ist nicht alles perfekt, aber auf jeden Fall besser als ohne. Ich hätte aber wirklich nie geglaubt, dass das Objektiv auf der Brücke so sehr auf den Wind anspricht. Das Gelenk im Stativ ist so leichtgängig, dass schon eine Windböe von der Seite ausreicht, die Kamera zu drehen.

 

 

Glück gehabt, dass alle Pannen bis zum Schluß gewartet haben. So habe ich die Schraube für die Schwebestativplatte beim letzten Timelapse auf der zweiten Brücke verloren, also erstmal Schluß mit Video. Außerdem hat sich die nächste Befestigung in einem der Stativbeine verabschiedet, weshalb es auch kein Gruppenbild zum Abschluss gibt. Und natürlich, weil wir alle durchgefroren und kaputt waren, aber darüber sprechen wir mal nicht.

An dieser Stelle möchte ich mal der Firma Cullmann ein Lob für den Service aussprechen. Ich habe per Registrierung eine Erweiterung der Garantie auf 10 Jahre bekommen, welche aktuell Gold wert ist. Ein Anruf, ein Handyfoto per Email und ein paar Tage später ist das Ersatzteil in der Post. Ohne Diskussion, einfach so. Großartig.

 

6182 by Daniel Bierstedt

 

Vielen Dank übrigens an meinen Dauergast Marius für das Titelbild. Es hat auf Facebook als mein neues Profilbild viel Lob bekommen und auch ich finde es einfach Klasse.

A propos filmen: Ich baue ja für die Videos einen neuen YouTube Kanal auf. Sagt mir eure Meinung, gebt mir Tips und natürlich den Daumen nach oben, wenn euch das Video gefällt.

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