Studioabend 3 | Nachlese

Ja, das war der 3. Studioabend. Ich bin ja sonst eher  nicht so der emotionale Typ, aber ich muss ganz klar sagen, dass dieser Abend wirklich schön war. Wieder nette Leute wiedergetroffen, neue nette Leute kennengelernt und viel Spaß gehabt. Die Teilnehmerzahl hat sich dann doch irgendwo bei 15 eingependelt, es gab einige spontane Besuche und einige Zusagen wurden nicht eingehalten. Aber damit habe ich gerechnet und dass wir dann am Ende doch genau auf der angepeilten Zahl gelandet sind, ist wohl pures Glück.

Diesmal wurde einiges mehr fotografiert als das letzte Mal, was für die Teilnehmerzahl gut war. So hat sich der eher aktive Teil im hinteren Bereich vergnügt, während die eher gemütlichen Leute in der Sofaecke geblieben sind und Portfolios bestaunt und besprochen haben.

Sehr dankbar bin ich für den spontanen Besuch von Wanda Full und Jana Smh. Da die angekündigte holde Weiblichkeit entweder kurzfristig abgesagt hat oder schlicht nicht erschienen ist. Das soll natürlich nicht heißen, dass man junge Frauen zum fotografieren braucht, aber die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich höher, in diesem Segment Leute für vor die Kamera zu finden.

 

 

Eine Sache, die ich auf jeden Fall beibehalten will ist, die anwesenden Fotografen zu fotografieren (und auch selbst fotografiert zu werden).  Zum einen ist es für einen Fotografen eine wertvolle Erfahrung, ab und an auch vor der Kamera zu stehen. Ein bekannter Fotograf sagte mal „verlange nichts von Models, was du nicht selbst zu leisten bereit bist“. Zum anderen ist das natürlich eine gute Gelegenheit, vernünftige Fotos von sich selbst zu bekommen. Da man normalerweise hinter der Kamera steht, hat man selber nur selten die Gelegenheit, in selbige zu lächeln. Und nicht zuletzt ist es auch lehrreich, wenn man neue Lichtsetups ausprobiert, in der Gruppe ohne Stress diskutieren zu können. Denn alle Beteiligten haben Verständnis und niemandem ist langweilig, wenn mal fünf Minuten kein Bild gemacht wird.

Ich bin ehrlich der Meinung, dass die auf den Studioabenden angefertigten Fotografenportraits meine These stützen, dass man kein Model (speziell kein junges, weibliches) braucht, um gelungene Portraits zu erstellen. Weder zur eigenen Übung, noch auf Workshops, wenn denn das Lernen an sich tatsächlich im Vordergrund steht. Nichtsdestotrotz ist mir natürlich klar, dass es für den durchschnittlichen männlichen Mittdreißiger Fotografen anziehender ist, auf einem Workshop jemandem zu begegnen, der in das eigene Beuteschema fällt. Also werde ich natürlich dafür sorgen, dass auf dem kommenden „Studio Portrait für Einsteiger“ auch auf dieser Seite keine Wünsche offen bleiben.

 

 

Auf diesem Studioabend habe ich dann auch mein allererstes Video gedreht, worauf ich sehr stolz bin. Vorbereitet durch ein Video von Fördy habe ich mit kleinem Plan im Kopf drauflos gefilmt und bin ziemlich glücklich mit dem Ergebnis. Allerdings habe ich beim Filmen und in der Postproduktion natürlich auch wieder viel gelernt:

  • Schwebestativ ist Plicht
  • Quicktime geht auf meinem Rechner nicht
  • Photoshop reicht für den Schnitt, fürs Erste
  • Einen YouTube Kanal anlegen ist viel Arbeit
  • Die Maße, die für das YouTube Kanal Titelbild angegeben werden, sind Quatsch
  • Ein YouTube Video ist kein normales Standard Video, wenn man es richtig machen will
  • Nicht zu knapp filmen, immer einige Sekunden vorne und hinten lassen
  • Füllmaterial filmen
  • Beim filmen auf Abwechslung achten
  • Magic Lantern ist auf der 6d Gold wert

Verfügbar ist dieses Video nun auf meinem neuen YouTube Kanal, der an meine Google Plus Seite gekoppelt ist. Tatsache ist, ich habe dabei soviel Spaß gehabt, dass ich nun von meiner langjährigen Aussage „ich brauch kein Video“ abweiche und mich auf Neuland in der Zukunft freue.

Ein Glück auch, dass ich mich rechtzeitig um Magic Lantern gekümmert habe, denn in dem Schummerlicht ist auf dem Display nix zu erkennen. Ohne Focus Peaking im Live View wäre es mir unmöglich gewesen, auch nur eine Sekunde mit korrektem Fokus zu filmen.

 

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