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Michael Omori Kirchner – Die Fotografie-Blog-Bühne

Der liebe Kollege Michael Omori Kirchner ruft in seinem Blog wieder auf, seinen Blog auf der Fotografie-Blog-Bühne vorzustellen. Und da ich immer der Meinung bin, dass Austausch und Zusammenarbeit wichtig ist, komme ich dem natürlich gerne nach.

Seiner Idee nach geschieht das, indem man verschiedene Fragen beantwortet, die den eigenen Blog betreffen. Finde ich gut, so kann man in einer Übersicht mit bestimmt 100 Teilnehmern einfach herausfinden, wem man folgen möchte und wem eher nicht.

Ich blogge, weil ich mich gerne mitteilen möchte. Natürlich ist der Blog für mich auch Marketing, alles andere wäre ja blöd oder gelogen. Schließlich versuche ich, auf diesem Wege ein paar Brötchen und vegane Butter zu bezahlen. Es ist aber nicht nur das. Schreiben hilft manchmal, sich mit Dingen auseinanderzusetzen. Sehr häufig bin ich derart im Streß, dass ich keine Zeit finde, über ein bestimmtes Thema vernünftig nachzudenken. Ein Problem könnte durchaus sein, dass ich einfach nicht nichts tun kann. Mal ruhig hinsetzen fällt mir schwer. Deshalb: eine Aufgabe draus machen. Also schreibe ich drüber und hoffe auf ein wenig Feedback, andere Gedanken zu dem Thema.

Mein bisher wichtigster Blog-Artikel war – So etwas gibt es gar nicht bei mir. Alle sind wichtig, sonst würde ich mich ja nicht mit dem Thema oder den Bildern beschäftigen. Welcher Artikel wie erfolgreich war, weiß ich gar nicht und das will ich auch nicht nachschauen. Denn leider läuft ja heute nichts mehr ohne Social Media, und der Zufall und geheimnisvolle Algorithmen entscheiden, wer welchen Post zu sehen bekommt. Ach, und natürlich wieviel man dafür bezahlt.

Drei andere Fotografie-Blogs, die mich inspirieren, sind Docma natürlich. dort findet man nicht nur den allerletzten Schrei zum Thema Bildbearbeitung, sondern auch weise Worte zur Fotografie an sich. Krolop & Gerst dürfen nicht fehlen, ganz klar. Auch diese Jungs kochen nur mit Wasser, aber bei denen kommt Wein dabei raus. Nicht nur heißes Wasser und viel Dampf. Und natürlich der liebe Matthias Schwaighofer, der bodenständig, sympatisch und einfach gut ist. Blogs mit gänzlich anderen Themen lese ich gar nicht. Habe ich mal versucht – keine Zeit…

Welche Technik ist mir die Liebste… Diese Frage und ähnliche beantworte ich nicht. Der Fotograf macht das Bild, in der Peoplefotografie zusammen mit dem Team. Die Kamera hat erst ganz weit hinten etwas damit zu tun.

Meine Fotos zeichnen sich aus durch eine gewisse Direktheit. Es ist schon erstaunlich, wie wenig man das selber auf den Punkt bringen kann. Und das heißt nicht, dass ich nicht darüber nachgedacht habe. Ich habe auch schon versucht, andere Stile zu fotografieren, was mir aber nur selten gelingt. Portraits sind meistens Headshots, die immer ein bestimmtes Licht und einen bestimmten Schnitt haben. Ich empfinde das als richtig so, alles andere würde sich falsch anfühlen. Andere Bilder, wie die Geschichten die ich fotografiere, oder auch Familien z.B., sollen weniger technisch perfekt als emotional aussagekräftig sein. Da geht es um die Schärfe im Hingergrund, Farben, Licht und Schnitt. Das Auge auf das Wesentliche zu lenken. Aber allem voran natürlich, was man darauf sieht. Schwer, das in ein Rezept zu pressen. Aber wahrscheinlich auch gut so.

Den größen Schritt in meiner fotografischen Entwicklung habe ich durch die Begegnung mit Menschen gemacht. Ich bin nun mal ein sehr Ergebnisorientierter Mensch. Das bedeutet, ich brauche ein Ziel, sonst laufe ich garnicht erst los. Also habe ich es mir vor einiger Zeit zum Ziel gemacht, Menschen zu fotografieren. Das hat mir eine völlig neue Welt eröffnet und mein Leben ziemlich verändert. Da geht es nicht nur darum, dass ich technisch sehr viel gelernt habe. Ich habe mich auch persönlich entwickelt und viel über mich selbst gelernt. Alles dank der wundervollen Menschen, die ich fotografieren durfte. Danke, euch allen!

Meine fotografischen Fähigkeiten möchte ich vor allem im Bereich „Menschen in ihrer Umgebung“ voran bringen. Ich bin ja sehr zum Studiomenschen geworden. Ich mag es, wenn ich alles kontrollieren kann. Wenn das Bild am Ende genau so wird, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber das wird auch irgendwann mal eintönig, alltäglich. Also möchte ich im nächsten Jahr mehr Portraits machen, die mit Menschen in ihrer Umgebung zu tun haben. Erinnert ihr euch an das 365 Projekt von Markus Schwarze? einfach großartig. Pure Inspiration.

Dieses fotografische Projekt werde ich im Jahr 2016 umsetzen: Mehr Kontakt zu Menschen. Klingt nicht wie ein Projekt? Ist es aber. Denn ich muss dieses Vorhaben in viele kleine Schritte unterteilen und immer das Ziel im Auge behalten. Das bedeutet, ich mache auf jeden Fall mit meinen Studioabenden weiter. Neu einführen will ich 2-3 Photowalks im Jahr, immer zu einem bestimmten Thema. Dazu vielleicht ein Modelwalk, mal schauen wie es zeitlich läuft. Und das Thema Workshops soll natürlich auch nicht untergehen. Ich bin schon ein sehr spezieller Typ, was das lernen angeht. Ich glaube, es gibt noch mehr wie mich da draußen, weshalb ich meine Gedanken und die Art, an Dinge heranzugehen, gerne weitergeben möchte. Da ist er wieder, dieser Austausch Gedanke. Na, mal schauen, was die Zukunft so bringt…

Allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr. Man sieht sich 🙂

7 thoughts on “Michael Omori Kirchner – Die Fotografie-Blog-Bühne

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