Stefan Wolfram beim Photostop Vortrag auf dem 6. Studioabend

Studioaben 6 | Nachtrag

Auch der 6. Studioabend ist ohne schlimmere Verletzungen über die Bühne gegangen, so mag ich das. Wie gehabt und gewollt eine eher ruhige Veranstaltung, mit vielen Gesprächen, Fotos und Spaß. Wie immer gab es neben der alten Stammmannschaft auch neue Gesichter, über die ich mich genauso sehr freue wie über die schon bekannten. So konnte ich mit den Dauergästen alte Themen aufgreifen und vertiefen, während ich mit einer neuen Besucherin (hoffentlich) ein tolles Projekt starten werde.

Was mich auch immer besonders freut ist, wenn in den Tagen nach dem Studioabend neue Profilbilder und andere Fotos auftauchen, die am Abend entstanden sind. Der ein oder andere Fotograf wagt sich auch mal vor die Kamera, warum auch nicht? So ein Treffen ist ideal, um an neue Bilder von sich selbst zu kommen oder einfach mal das Feeling vor der Kamera zu erleben. Ein bisschen stolz bin ich dann schon, dass ich das Event organisiert habe, wo so großartige Fotos gemacht werden. Wo neue Dinge probiert werden, wo es einen wirklichen Austausch mit Praxisbezug gibt.

Doppelbelichtungen – live in Camera

Ganz nebenbei habe ich auch noch etwas neues über meine Kamera gelernt, vielen Dank Simon. Ich habe ja vor längerem mal gesagt, dass mich Doppelbelichtungen reizen. Direkt in der Kamera, keine Photoshop Schummelei. Das habe ich auch schon mal ein bisschen angetestet, hatte aber noch keine Zeit wirklich mit jemandem loszuziehen. Das Vorgehen war dabei immer, ein Bild zu machen, eine neue Szene zu wählen und nochmal abzudrücken. Das alte Bild habe ich dabei nicht gesehen, also eine eher zufällige Sache. Nun hat Simon mir gezeigt, dass ich das Ganze auch im Live-View fotografieren kann. Was passiert dann? Das erste Bild wird ALS OVERLAY ÜBER DEM NEUEN ANGEZEIGT! Unglaublich…

Photoshop mit PSW

Mit dem immer wieder gerne gesehenen Gast Stefan Wolfram von PSW und seinem Photoshop Vortrag gab es dieses mal ein besonderes Highlight. Er ist nicht nur auf verschiedene Techniken zur Beauty Retusche eingegangen und hat diese demonstriert, sondern hat auch dessen Einsatzzwecke beleuchtet und die Frage nach dem Sinn gestellt. So sind Techniken wie Dodge & Burn und die Frequenztrennung sehr mächtige Werkzeuge, aber man sollte sich immer fragen, ob diese Techniken im entsprechenden Fall angebracht sind. Damit ist nicht nur das Ergebnis gemeint, sondern vor allem die Wirtschaftlichkeit. Ist es immer sinnvoll, mehrere Stunden pro Bild zu investieren? Ja, ich mache das auch gerne und versinke in der Arbeit. Aber sinnvoll ist das nicht, es ist Liebhaberei und Spaß. Sobald ich einen Stapel Bilder vor mir habe, die einen bestimmten Zweck erfüllen und einen Liefertermin haben, gehe ich ganz anders an die Sache heran. Das ist nicht schlechter, sondern effizienter.

Für mich besonders interessant war das Kapitel über Photoshop Aktionen. Klar kenne ich die Shortcuts. Klar weiß ich das alles theoretisch. Aber Stefan hat mich dazu gebracht, nochmal grundsätzlich über meine Photoshop Aktionen nachzudenken und sie nochmal „richtig“ anzulegen. Sicherer, effizienter. Danke dafür!

Ach, nicht zu vergessen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Filtern, mit denen weichgezeichnet wird. Wann ist welcher sinnvoll? Wie arbeiten diese, welcher Filter für welchen Zweck und warum? Ihr seht, da steckte sehr viel drin…

 

 

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