Zur Lage der Nation

Ich gebe zu, ein hochtrabender Titel. Aber „Allgemeines“, „Zeug“ oder „In Eigener Sache“ klingen halt nicht so gut. Obwohl der Inhalt dieses Posts so am besten beschrieben wäre. Es geht um Änderungen, Kriesen, neues und altes. Wie das halt so ist im Leben. Und nun zum Thema, viel Text und wenig Bild. Bilder gibt es ja jetzt in der Projekte Sektion.

Die Fotografie

Ich muss ehrlich sagen, ich habe keine Ahnung, wo die Reise hingeht. Das war noch nie so richtig der Fall, aber bis dato war mir das herzlich egal. Ich habe einfach drauflos fotografiert, alles mögliche ausprobiert und bin auch Risiken eingegangen. Das ist natürlich schon Ok so, aber es funktioniert nur so lange, wie man wirklich mit Leidenschaft für etwas brennt. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: ich habe keine Ahnung, ob das bei mir noch so ist. Ich stelle fest, dass ich nicht mehr so kompromisslos jedem Shooting hinterher renne. Es muss nicht mehr alles ausprobiert werden und Equipment ist sogar noch egaler geworden. War mir noch nie wichtig, aber jetzt ist es fast egal.

Natürlich werde ich weiterhin fotografieren, alles andere wäre eine fahrlässige Verschwendung von Geld und Zeit. Aber da ich feststelle, dass mich einiges in der Fotografie Community nervt, werde ich in Zukunft davon absehen, mich dem auszusetzen. Bekannte Gesichter dürfen sich weiterhin immer gerne mit guten Ideen bei mir melden, denn wenn man sich versteht ist so ein Fototermin nicht nur Arbeit, sondern auch Spaß und unterhaltsam. Mehr wollte ich eigentlich nie…

Social Media

Einige wissen, dass ich schon immer ein Google+ Fan war und das gesamte Facebook Universum eher zähneknirschend hingenommen habe. Nun wird G+ geschlossen und ich stehe da… Facebook (inklusive Instagram und WhatsApp) sind für mich keine Alternative, denn Mark geht mir extremst auf die Eier. Da werden Profile erstellt und verkauft, von denen wir besser niemals etwas erfahren. Man muss kein Genie sein, womit wir seine Serverfarmen und Mitarbeiter bezahlen (mein Gott, ich klinge schon wie so ein alter Meckersack…).

Also, was tun? Ich habe mich ein wenig intensiver mit der Materie beschäftigt und festgestellt, dass es nicht nur die zwei Großen und ein halbes Dutzend mittlere Kandidaten gibt. Nein, vielmehr gibt es viele vielversprechende Projekte, die mir bisher völlig entgangen sind. Ursprünglich hatte ich vor, einen Artikel nur darüber zu schreiben, die Vor- und Nachteile zu beleuchten und die Technik zu erklären. Aber davon bin ich wieder ab, denn wer sich dafür interessiert kann gerne Google bemühen oder mich zu einem Kaffee einladen und mich ausfragen.

Das Fazit ist nun, ich bin bei Friendica gelandet. Ich habe Mastodon, Diaspora und Hubzilla als freie alternativen getestet und natürlich ein paar, die Geld verdienen wollen. Dass jemand Geld verdienen will ist OK, versteht mich nicht falsch. War aber nix für mich. Der langen Rede kurzer Sinn ist nun: wer im Fediverse schon ein Konto hat oder das mal ausprobieren will: man findet mich hier: daniel@fr.danielbierstedt.de. Das gute am Fediverse ist eben, dass man sich zwar schon ein Netzwerk aussucht, die verschiedenen Netzwerke im Fediverse aber untereinander sprechen können. So habe ich mit meinem eigenen Friendica Server (alles unter eigener Kontrolle, kein Datenalbtraum mehr) trotzdem Kontakt zu Leuten bei Diaspora (viele ehemalige G+ Leute), Hubzilla und seit neuestem auch Mastodon. Kein one-way, keine Inseln, kein ausgeliefert-sein.

Und nun?

Tja, und nun… Ich bin aufgrund verschiedener Ereignisse in der jüngeren und mittleren Vergangenheit an einem Punkt angelangt, an dem ich mich mehr als sonst an meinen Leitspruch erinnert fühle:

Was soll der Scheiß?

Großer deutscher Denker

Ich werde in Zukunft komplett aus meinen Bahnen ausbrechen und wieder mehr für mich machen. Ich fotografiere weniger, lasse Social Media mit sich selbst spielen. Ich gehe viel mehr in die Natur, auch mit Übernachtungen, ein bisschen Bushcraft und Survival und sowas. Wieder wie in meiner Jugend, die Natur erleben, neue Dinge aus und über die Natur lernen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, vor 30 Jahren oder so hat mir das sehr gut getan. Den Bogen packe ich auch wieder aus, aber diesmal nicht als Turnierschütze, sondern nur noch für mich. Das Schießen an sich habe ich immer als sehr meditativ empfunden. Ich hoffe, ich komme wieder da hin… Wenn nicht, machts immer noch total Spaß!

Dazu habe ich mal eine administrative Frage an euch: Sollte ich (im Falle dass) die von der Peoplefotografie abweichenden Themen in getrennten Kanälen veröffentlichen? Ich selbst bin von Leuten immer schnell genervt, die zwischen qualitativ hochwertigen Bildern viele Selfies oder ihr Frühstück posten. Auf der anderen Seite weiß ich, dass viele Leute nicht zwingend nur Themen, sondern auch Menschen folgen und damit alles sehen wollen, was da so los ist. Wie würdet ihr das machen? Wie würdet ihr euch das wünschen? Hochglanzportrait neben Hängematte und Lagerfeuer oder doch lieber komplett getrennt? Schreibt es mir in die Kommentare!

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